Zwei Personen stehen neben einem ausgestellten Kunstwerk bei einer Vernissage der Caritas.

Gemeinsam durchs Leben gehen

Menschen mit Behinderungen in ihrer Einzigartigkeit positiv anzunehmen, ist für unsere Mitarbeiter*innen eine Selbstverständlichkeit. Die Teilhabe und die Vernetzung am und mit dem gesellschaftlichen Leben sind uns ein besonderes Anliegen. Unsere Klient*innen sind gut in die Ortsgemeinschaften von Friesach, Althofen, Maria Elend/Podgorje, Eberndorf/Dobrla vas und Globasnitz/Globasnica eingebunden.

Wir begleiten in unseren Wohnhäusern und WGs Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. In unseren Werkstätten bieten wir unseren Klient*innen eine sinnerfüllende Beschäftigung und einen strukturierten Tagesablauf – unabhängig vom Assistenzbedarf. Wir legen dabei großen Wert auf Individualität.

Zahlen & Fakten 2025

  • 158 Mitarbeiter*innen begleiteten unsere Klient*innen ganzheitlich und liebevoll

  • 119 Klient*innen wurden von unseren Mitarbeiter*innen individuell betreut.

  • 10 Standorte plus Einzelwohnungen und WGs boten unseren Klient*innen einen strukturierten Tagesablauf – durch voll- und teilbetreutes Wohnen sowie Beschäftigungsangebote. Zudem betreuen wir eine Wohnung mit mobiler Wohn- und Alltagsassistenz.

Eine Künstlerin hält einen Blumenstrauß, umgeben von Gästen bei einer Vernissage.

Bunt wie ein Chamäleon

Im Rahmen des „Tag der Menschen mit Behinderung“ wurde bei der Vernissage „Das bunte Chamäleon“ eindrucksvoll sichtbar, wofür unser Caritas: Team Lebensgestaltung steht: gelebte Teilhabe, Vielfalt und Respekt. 

Die Ausstellung der Künstlerin Silvana Huss machte deutlich, wie wichtig es ist, Räume zu schaffen, in denen Menschen ihre Persönlichkeit, ihre Stärken und ihren individuellen Weg zeigen können. Als Klientin im Caritas: Team Lebensgestaltung und engagierte Selbstvertreterin zeigt sie, wie farbenfroh, laut und individuell das Leben sein kann. 

Ihre Werke machen sichtbar, wie viel Ausdruckskraft in jedem Menschen steckt und wie bereichernd Vielfalt für unsere Gesellschaft ist.

Eine Künstlerin liest aus einem Text und spricht vor Gästen bei einer Vernissage.

Die präsentierten Werke erzählten emotionale, alltägliche und zutiefst persönliche Geschichten und spiegelten unterschiedliche Lebenswelten in Farben und Formen wider. Und diese bunten Lebenswelten können nun viele Besucher*innen mit einem echten „Huss“ im Büro, der Küche oder zuhause erleben.

Besucher*innen stehen in einem Raum und tauschen sich bei einer Vernissage der Caritas aus.

Musikalische Highlights setzte der Florianichor aus unserer Werkstatt Florian und sorgte für eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Inklusion durch kontinuierliches Öffnen von Räumen entsteht und Vielfalt sichtbar wird, wenn Menschen nicht nur beobachtet, sondern aktiv begleitet und gehört werden. 

Gruppe von Darsteller*innen steht gemeinsam auf einer Bühne während eines Theaterstücks.

Theater, das auch im Herzen bewegte

Mit dem Theaterstück „Das Mosaik des Lebens“ verwandelten Kinder der Ganztagsschule Globasnitz/Globasnica und Klient*innen unserer Werkstatt Florian/delavnica Florijan den Pfarrsaal Globasnitz und den Campus AdFontes in Eberndorf/Dobrla vas in Bühnen des gelebten Miteinanders. In deutscher und slowenischer Sprache erzählten sie singend, sprechend und tanzend von der Geschichte der Gemeinde Globasnitz.

Über viele Monate hinweg wuchs eine Gruppe zusammen, die unterschiedlicher kaum sein könnte: Kinder zwischen sechs und zehn Jahren und erwachsene Darsteller*innen mit verschiedenen Lebenswegen und Perspektiven. Was sie verband, war die gemeinsame Suche nach Ausdruck, nach Sinn, nach Geschichten, die verbinden. 

Keines der Teile ist gleich – doch gemeinsam ergibt sich ein Bild: bunt, lebendig, voller Ausdruck.

Darsteller*innen stehen um eine historische Kochstelle als Teil einer Theaterszene.

Im Mittelpunkt stand nicht das Trennende, sondern das Verbindende: wie aus scheinbar verschiedenen Teilen ein großes Ganzes entstehen kann. Wie ein Mosaik, das erst in seiner Vielfalt lebendig wird. Die Aufführung zeigte nicht nur Szenen aus der Vergangenheit, sondern war selbst ein Beispiel dafür, wie Zukunft gestaltet werden kann –durch Zusammenarbeit, gegenseitiges Zuhören und Respekt. 

Darsteller*innen in Kostümen stehen auf der Bühne und stellen eine Szene gemeinsam dar.

Das Theaterstück wurde so zu einem lebendigen Werkzeug, das vorführte, wie Menschlichkeit funktioniert: kreativ, achtsam, offen. Und das Publikum dankte mit langem Applaus. 

Gruppe von Teilnehmenden des KUGIS-Teams vor historischer Kulisse beim Mittelalterlauf.

Lauf mit Rittern, Elfen, Trollen & Co

Mit dem ersten Friesacher Mittelalter-Charity-Run setzte unser Caritas: Team Lebensgestaltung gemeinsam mit seinen KUGIS ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion, Solidarität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Unter dem Motto „Run to connect – gemeinsam laufen und dabei Gutes tun“ waren Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Menschen mit und ohne Behinderung, Laufbegeisterte aller Fitnesslevels sowie Familien eingeladen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen – laufend, gehend oder walkend.

Viele Läuferinnen und Besucherinnen sammeln sich unter dem Caritas-Startbogen beim Charity Run.

Rund 100 Kinder und 300 Erwachsene folgten dieser Einladung. Sie starteten im Stadtpark und bewältigten die 5,6 Kilometer lange Strecke, die über den Burggraben hinauf auf den Petersberg und wieder zurück führte. Der besondere Charakter der Veranstaltung zeigte sich nicht nur im mittelalterlichen Flair der Burgenstadt Friesach, sondern auch im gelebten Charity-Gedanken:

Drei Teilnehmer*innen mit Startnummern posieren gemeinsam beim Friesacher Charity Run.

Pro gelaufener Runde wurde für den guten Zweck gespendet, wodurch Mittel für den Kindergarten St. Salvator, den Kindergarten Friesach sowie unsere Werkstatt Veronika gesammelt wurden. Zusätzlich wurden die Nenngelder an ein Inlandsprojekt der Caritas Kärnten weitergegeben. Ganz im Sinne von „Sharing is Caring“.

Unser Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs)

Die tägliche Begleitung unseres Caritas: Team Lebensgestaltung stärkt die körperliche, psychische und soziale Gesundheit unserer Klient*innen. Deeskalationskonzepte, Bewegungsangebote wie KUGIS, die Unterstützung bei psychischen und physischen Beeinträchtigungen sowie Sexualpädagogik tragen wesentlich zu einem ganzheitlichen Wohlbefinden bei. 

Durch den gezielten Abbau von Barrieren und die Förderung von Teilhabe reduzieren wir soziale Ungleichheiten. Menschen mit Behinderungen werden aktiv in das gesellschaftliche Leben der Gemeinden eingebunden. Wir ermöglichen lebenslanges Lernen und individuelle Kompetenzentwicklung. Sinnstiftende Beschäftigung, ein strukturierter Tagesablauf sowie gezielte Angebote fördern persönliche Entwicklung, Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen.

SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen | SDG 4 – Hochwertige Bildung | SDG 10 - Weniger Ungleichheiten