Sprungbrett (zurück) ins Arbeitsleben
Arbeit und Beschäftigung sind mehr als Geldverdienen. Sie bedeuten Anerkennung, ermöglichen die Steigerung des Selbstwerts, tragen zur sozialen und gesundheitlichen Stabilisierung bei und sind Voraussetzung für die Entwicklung von Lebensperspektiven.
Arbeitslosen und beschäftigungslosen Menschen eine Chance, Mut und Hilfe zu geben, damit sie im Arbeitsleben (wieder) Fuß fassen können und dadurch in der Mitte der Gesellschaft ankommen, ist bei unseren Projekten und Einrichtungen das Ziel.
Zahlen & Fakten 2025
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15 langzeitbeschäftigungslose Menschen fanden in unseren carlas mit dem Projekt „Beschäftigung mit Perspektive“ wieder einen befristeten Arbeitsplatz.
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10.577 Bekleidungsgutscheine ermöglichten armutsbetroffenen Menschen einen kostenfreien Einkauf in unseren carlas.
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142.814 Kilogramm an Sachspenden wurden bei uns abgegeben, sortiert und wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt.
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11 Menschen mit Suchterkrankung erhielten im Offline Kärnten schrittweise Struktur, soziale Kontakte und neue Perspektive. Dabei steuerten sie wöchentlich 27 Stationen für unsere Lebensmittelausgabe (Lea) an, um Lebensmittel abzuholen.
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33 Teilnehmer*innen absolvierten in unserem perspektiven.werk ihre Qualifizierung im Bereich Lebensmitteleinzelhandel und Gastronomie, um ihre Kompetenzprofile zu stärken.
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33 Menschen fanden in unserem niederschwelligen Beschäftigungsprojekt wert.werk wieder eine wertvolle Aufgabe. Sie ernteten etwa 91 kg Tomaten und verwandelten 76 Jeanshosen in neue Produkte
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17 Personen fanden in unserem „lend.raum“ einen geschützten Raum, um sich freiwillig zu engagieren und somit ihren Alltag zu strukturieren.
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69 Menschen konnten mittels ProFuture auf ihrem Weg in Richtung Pflegekraft unterstützt werden.
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9 Transitarbeitskräfte produzierten im welt.garten 9.450 Tees, Sirupe, Salze und Kräuterauszüge und wurden gleichzeitig auf ihrem neuen beruflichen Weg gestärkt.
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20 (junge) Menschen konnten im magdas LOKAL ihre Lehre oder ein Praktikum absolviert und kredenzen 700 Teller Mezze für die Gästen.
Neue Perspektiven für die Zukunft
Unser „perspektiven.werk“ qualifiziert Menschen mit Flucht- und/oder Migrationshintergrund, die keine oder nur geringe Chancen auf eine langfristige Integration in den Arbeitsmarkt haben, für einen Beruf im Handel oder in der Gastronomie.
Neben der fachlichen Qualifizierung erhalten Teilnehmer*innen auch Intensivsprachkurse, werden mit der hiesigen Kultur vertraut gemacht und sozialpädagogisch begleitet.
Nicht nur die fachlichen Kompetenzen der Teilnehmer*innen werden gefördert, sondern auch Vertrauen und Teamgeist.
Abdollah war einer der ersten Teilnehmer des Projekts. Mit seiner offenen und freundlichen Art war er im Ausbildungssupermarkt der Perspektive Handel sehr beliebt. Der aus Syrien stammende Lehrer, der vor dem Krieg geflohen ist, konnte während seiner Qualifizierung Wissen und neue Erfahrungen sammeln. Außerdem verbesserten sich seine Deutschkenntnisse durch die täglichen Gespräche mit Kolleg*innen...
Bei der Zertifikatsverleihung im Sommer konnte Abdollah Alibrahym seine Qualifizierungsnachweise stolz entgegennehmen. Mehr noch: Bereits vor der offiziellen Übergabe hatte er einen Job im Handel gefunden. Er steht stellvertretend für 20 Teilnehmer*innen, die im ersten Projektjahr erfolgreich ihren Weg in den österreichischen Arbeitsmarkt gefunden haben.
Projekt-Partner*innen sind die „Perspektive Handel Caritas gGmbh“, unser magdas Lokal und das Arbeitsmarktservice Kärnten. Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds und kofinanziert vom Land Kärnten.
Arbeit, die Sinn macht
Unser neu gestartetes Projekt „Offline Kärnten“ verfolgt das Ziel, Menschen mit Suchterkrankung ab 25 Jahren eine sinnvolle und niederschwellige Beschäftigung zu ermöglichen und ihnen dadurch gesellschaftliche Teilhabe zu eröffnen. Gleichzeitig werden sie dabei unterstützt, ihr Leben Schritt für Schritt leichter, stabiler und gesünder zu gestalten.
Durch ihre Mitarbeit bei der Lebensmittelausgabe, in der Kreativwerkstatt oder bei der Gartenarbeit leisten die Teilnehmer*innen einen wichtigen Beitrag zur Versorgung armutsgefährdeter Menschen sowie zum nachhaltigen Konsum. Zudem erhalten sie für ihre Tätigkeit eine finanzielle Entlohnung und erfahren dadurch Selbstwirksamkeit, Struktur und Gemeinschaft.
Wenn Menschen die Chance haben, sich in ihrem Tempo zu entwickeln, entstehen echte Perspektiven – beruflich und gesellschaftlich. Beschäftigung bedeutet Zugehörigkeit, Stabilität und die Möglichkeit, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen!
Durch bedarfsorientierte Beratung und Workshops werden die Teilnehmer*innen gezielt bei ihren individuellen Herausforderungen unterstützt. Dieses Projekt zeigt klar, dass die Menschen arbeiten wollen und wenn ihnen richtig geholfen wird, auch arbeiten können.
Die Santner Privatstiftung fördert das Projekt, das es in der Steiermark bereits seit mehr als zehn Jahren mit Erfolg gibt. Damit setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Teilhabe, soziale Integration und Armutsbekämpfung.
Ein zweiter Anlauf ins Leben
Unser lend.raum gibt psychisch erkrankten Menschen nicht nur eine Aufgabe, sondern vor allem Würde, Zugehörigkeit und Hoffnung. Es schafft einen Ort, an dem sie wieder Teil einer Gemeinschaft sein können – ein Platz, der für viele der einzige Halt im Alltag ist.
Es gibt keinen Druck und es wird nicht nach Plan vorangegangen, sondern lockerer. In der Gruppe kann man zu jeder Zeit reden. Auch eine Beratung kann man spontan bekommen. Dazu braucht es woanders einen Termin.
Das Projekt ist ein sehr niederschwelliges und nahezu unbürokratisches Angebot, das Menschen mit psychischen Erkrankungen eine schnelle und wirksame Stabilisierung ermöglicht. Hilfe wird hier sofort geleistet, ohne Wartelisten und ohne komplizierte Zugangsbedingungen.
Im Mittelpunkt stehen flexible Tätigkeiten und offene Gesprächsangebote, die individuell auf die Bedürfnisse der Teilnehmer*innen abgestimmt sind. Die Möglichkeiten reichen von der Herstellung dekorativer Materialien über Kuvertierarbeiten und gemeinsames Kochen und Backen bis hin zur Kartenfertigung und zur Unterstützung bei Veranstaltungen.
Unser Beitrag zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs)
Arbeit und Beschäftigung sind zentrale Voraussetzungen für soziale Teilhabe, gesundheitliche Stabilität und ein selbstbestimmtes Leben. Mit unserem Bereich „Beschäftigung und Betriebe“ eröffnen wir Menschen neue Perspektiven, stärken ihr Selbstwertgefühl und unterstützen sie dabei, (wieder) im Arbeitsleben Fuß zu fassen. Niederschwellige Arbeitsangebote, begleitete Ausbildungs- und Qualifizierungsformate sowie sinnstiftende Tätigkeiten schaffen Struktur, Anerkennung und konkrete Zukunftschancen.
Gleichzeitig leisten wir durch Wiederverwendung, Upcycling und Weitergabe von Sachspenden einen aktiven Beitrag zu nachhaltigem Konsum und fairen Wirtschaftskreisläufen. Wir verbinden soziale Gerechtigkeit mit ökologischer Verantwortung und trägen dazu bei, Ungleichheiten abzubauen, Gesundheit und Bildung zu fördern sowie menschenwürdige Arbeit und nachhaltige Beschäftigung zu ermöglichen.
SDG 3 – Gesundheit & Wohlergehen | SDG 4 - hochwertige Bildung | SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum | SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | SDG 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion